Demokratie im Klassenraum
Wer hätte gedacht, dass ein Außerirdischer unserer Bienenklasse einmal den Weg nach Berlin ebnen würde?
Genau das hat Elio geschafft! Elio, das ist der kleine Außerirdische vom Planeten Donut, mit dem alles begann…
Doch von vorne: Während sich die Kinder im Deutschunterricht mit Märchen beschäftigten und im Klassenrat über Kinderrechte sprachen, entstand die Idee, beides miteinander zu verbinden.
In kleinen Gruppen schrieben die Kinder Geschichten zu verschiedenen Kinderrechten und stellten ihre Ideen der Klasse vor. Gemeinsam wurde überlegt, diskutiert und abgestimmt: Wer soll die Hauptfigur sein? Wie soll ihr Planet heißen? Welche Geschichte wollen wir erzählen? Durch kreative Einfälle und demokratische Entscheidungen entstand Schritt für Schritt das Märchen „Elio und die Kinderrechte“.
Dass das Projekt einmal bundesweit Aufmerksamkeit bekommen würde, ahnte damals noch niemand. Umso größer war die Freude, als „Elio und die Kinderrechte“ beim Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ zu den 50 ausgezeichneten Projekten gehörte. Immerhin wurden aus 485 eingereichten Projekten nur 50 für die Auszeichnung ausgewählt.
Als Teil der Auszeichnung durften Selina und Aurelia stellvertretend für die Klasse zum Junify-Demokratiefestival nach Berlin reisen. Dort trafen sie Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland und lernten viele spannende Projekte kennen.
Gemeinsam mit den anderen Preisträgerinnen und Preisträgern konnten sie erleben, wie vielfältig Demokratie gelebt werden kann. Neben Workshops und gemeinsamen Aktionen stand vor allem der Austausch mit anderen jungen Menschen im Mittelpunkt. Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Preisverleihung, bei der alle ausgezeichneten Projekte gewürdigt wurden.
Als zwei der jüngsten Teilnehmerinnen des Festivals besuchten die beiden Mädels ihre Workshops eigenständig, kamen mit vielen neuen Menschen ins Gespräch und wuchsen an den vielen neuen Erfahrungen. Zu erleben, wie selbstverständlich sie diese Herausforderungen meisterten, war mindestens genauso beeindruckend wie die Auszeichnung selbst.
Natürlich blieb auch Zeit, Berlin ein wenig zu erkunden. Ein Besuch am Brandenburger Tor und ein Blick auf den Reichstag durften dabei natürlich nicht fehlen.
Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende: Wenige Tage später wurde das Projekt auch beim Europäischen Wettbewerb im Georg-Büchner-Saal in Groß-Gerau ausgezeichnet. Sechs Schülerinnen und Schüler der 4d waren dazu eingeladen. Paul durfte als Klassensprecher die Urkunde stellvertretend für seine Klasse entgegennehmen.
Die Reise nach Berlin, die Auszeichnungen und die vielen neuen Begegnungen waren für die Kinder weit mehr als ein schönes Erlebnis. Vor allem haben sie erfahren, dass ihre Ideen gehört werden und etwas bewirken können und genau das ist gelebte Demokratie. Mit diesen Erfahrungen im Gepäck dürfen sie nun selbstbewusst den nächsten Schritt auf ihrem Weg zur weiterführenden Schule gehen.
Mehr über das Projekt „Elio und die Kinderrechte“ erfahren Sie in der Projektdatenbank von Demokratisch Handeln: —> Projekt „Elio und die Kinderrechte“